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Gesellschaftliche Frage: Lohnoptimierungen

Oberhausen, 19.10.2017

Die für uns Bäcker zuständige Gewerkschaft „NGG“ titelt „Vorsicht beim kostenlosen Handy vom Arbeitgeber“ und kritisiert damit, die Möglichkeit, dass Arbeitgeber den Mitarbeitern steuerliche Vorzüge einräumen können, durch die sie dann zum Beispiel keinen Internetvertrag mehr zahlen müssen, sondern diese durch den Arbeitgeber.

Dadurch verliert der „Sozialstaat“ Geld, da die Sozialabgaben des Arbeitnehmers sinken.
Die NGG kritisiert auch anschaulich mit einem Lehrstuhl, dass die Rentenbeiträge sinken und der Arbeitgeber später weniger Rente erhält.

Ob dies im Einzelfall etwas ausmacht, muss fallweise geprüft werden.

Möglich sind, dass der Arbeitgeber:
– den privaten Internetanschluss bezahlt
– den privaten PC
– eine Tankkarte für 44,-€ / Monat freigibt
– das Auto bezuschusst, weil am Nummernschild ein Firmenname genannt wird (kein Aufkleber nötig)
– das private Handy stellt und die Rechnungen bezahlt

Stellen Sie sich selbst vor, was das für Ihre monatlichen Kosten ausmacht, wenn diese Kosten wegfallen, denn wichtig ist: Man verliert etwas Lohn, aber eben auch Steuern. Das ist dem Privatmann alleine nicht erlaubt. Der Arbeitgeber senkt die Sozialabgaben, welche er zahlen muss. Neudeutsch würde man dies ein „WinWin“ Geschäft nennen. Die Gewerkschaft nennt es anders.

Wir hier bei Agethen haben unsere eigene Meinung dazu, meine persönliche ist: „Ich bin fast 40 und ob die gesetzliche Rente gesenkt wird, ist mir recht egal, da mein Anspruch aktuell nach 22 Arbeitsjahren bei ~400€ liegt. Ich würde jedem empfehlen die einzeln möglichen Optimierungsmodelle zu nutzen, denn seien Sie sich sicher, das Bäckerhandwerk ist da ganz sicher nicht das erste, welches solche Modelle nutzt.“

Es sei angemerkt, bei der Bäckerei Agethen gibt es aktuell niemanden, der solche Optimierungen nutzt.

 


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