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Zeitreise

Willkommen zur Geschichte der Bäckerei Agethen.

Wie alles im Leben wird auch diese Seite hier älter, aber da es sich um eine Zeitreise handelt — ist es ja gerade das Alter das uns interessiert, das erlebte.

Sie sehen eine Seite aus dem Jahr 2009.

Klicken Sie << HIER >> und finden Sie diese Zeitreise auch im Neuen Stil der Webseite, nicht ganz so „erfahren“ – aber Neuer und „chic“. Jeder wie er es mag…

Wir haben für Sie auf dieser Seite einige interessante Jahre um den Verlauf der Familienbäckerei Agethen zusammengefasst, wenn Sie auf die Bilder klicken öffnen sie sich und Sie erhalten eine größere Ansicht.

Generationen-Logo

2009 – ein Bild welches verkörpern kann was tausend Worte nicht vermögen, die Bäckerei Agethen macht deutlich das hier keine Massenindustrie oder sogenannte Kaltbäcker agieren, hier herrscht Handarbeit und viel Einsatz einer Familie aus Oberhausen.

Die Jahrhundertwende
Familie Agethen

Es begann an der Ruhr.

1893 kam die Familie Agethen aus Paderborn an die Ruhr, genauer gesagt nach Oberhausen-Alstaden.

Nach einigen Jahren als Bäcker, mit dem erfolgreich bestandenen Meisterbrief – investierte Josef Agethen mit seiner Frau an der Bebelstraße in eine für damalige Zeit recht große Bäckerei mit einem angeschlossenen Gemischtwarenladen. In den starken Tagen des Neuen Jahrhunderts beschäftigte man bereits zahlreiche Mitarbeiter und gab den Bergleuten und Ihren Familien das was am dringendsten benötigt wurde, gute Backware und hausgebräuchliche Produkte.

Familie Agethen

Josef brachte das mit was die damalige Zeit benötigte, Ehrgeiz, Fleiß und ein wachsames Auge. Zu damaliger Zeit war nicht jeder mobil, so besuchte Josef Agethen seine Kunden direkt vor Ort, zuerst mit der Pferdekutsche, später dann mit einem Dreirädrigen Motorwagen. Josef und seine Frau schafften es zu einer ansehnlichen Bäckerei und einem gut sortierten Laden – den Grundlagen, auch in der heutigen Zeit.Wir sind Ruhr

Harte Jahre

Die Kriegsjahre gingen auch an den Bäckern nicht spurlos vorüber, einige Jahre starker Konjunktur und Vollbeschäftigung folgten zahlreiche vermögenslose und ohne Rohstoffe, die Gemeinschaft der Ruhrgebietler blühte zu neuem Leben, Schwarzmarkt und Beschaffungsideen waren mehr gefragt als jemals zuvor. Es gab keine einheitliche Regelung der Tagesarbeit – es gab die einzige Aufgabe die Arbeit zu schaffen. Heinz und Paula Agethen übernahmen die Bäckerei in dieser turbulenten Zeit.

1948 und 1952 waren goldene Jahre für die Familie Agethen, die Söhne Heinz-Josef und Reinhold wurden geboren, mit Ihnen ging ein Trend einher, die Geburtenzahl stieg, die Arbeit wurde mehr gefragt denn jemals zuvor – es gab viel zu tun im Trümmerdeutschland. Das Glück für den Bäcker war leicht abzuleiten, wo viele Menschen arbeiten bedarf es auch reichhaltigem Essen, es war die Blütezeit der Bedarfsdeckung – es ging weniger darum ob man den Hunger der Bevölkerung decken konnte, eher wie man es schaffte. Bäckerein wurden allerorts gegdründet, der Markt wurde bereits damalig dichter.

Kein Weg zu lang, kein Berg zu steil...

Heinz Agethen begann seine Bäckerzeit mit seinem Meisterbrief in den 40igern, er war ein Mann der Tat. Es gab keinen Feierabend, es gab kein Ausruhen. Die Verpflichtung galt der katholischen Kirche, es zeigte sich einmal mehr das die Familie aus Paderborn stammte. Am Nachmittag fuhr Heinz dann, wie sein Vater zu den Hausfrauen in das alte Knappenviertel, nach Lirich und zur Zeche Alstaden – er wollte vor Ort sein, sich nicht verstecken, die Kinder wurden in diesen Jahren von Frau Sternitzki erzogen, es gab zu viel zu tun.

Heinz war ein sparsamer Mensch, so lernten seine Söhne deutlich kennen was es bedeutet bodenständig zu sein, alles musste erarbeitet werden, ganz wie es Heinz in der Nachkriegszeit vorleben musste.

Heinz konnte in Zeiten des wirtschaftlichen Aufbruchs ein zweites Fachgeschäfte eröffnen, die heutige Änderungsschneiderei auf dem Flockenfeld.

Reinhold Agethen

Die Bilder werden langsam farbig als Reinhold Agethen seinen Werdegang beginnt. Mit 14 Jahren beginnt er seine Lehre, damals ein normales Alter um in einem Gewerk zu beginnen und es von der Pieke auf zu lernen.

Er macht seinen Meister als einer der jüngsten und kehrt nach Oberhausen zurück, wo er bei einer Oberhausener Bäckerei, damals noch im Knappenviertel beheimatet – arbeitet und einmal außerhalb des elterlichen Betriebes lernt pflichtbewußt und engagiert seinem Beruf nachzugehen.

1979 wird Reinhold und Giselas Sohn Stefan geboren, zu dieser Zeit orientiert sich Reinhold um – er will auf eigenen Beinen stehen.

Reinhold und Gisela wagen den Schritt nach vorne und fangen 1981 bei Null an, sie kaufen das alte Stammhaus und 1983 ein Wohnhaus mit Metzgerei auf der Alstadener Straße, die heutige Produktionsstätte.

Der erste Laden der jungen Bäckerei ist in der heutigen Provinzial Geschäftsstelle in der Hausnummer 124.

Heinz Agethen stirbt 1989, er war und bleib Zeit seines Lebens Alstadener.

Neue Ufer

Die Bäckerei Agethen macht sich gut.

Reinhold setzt all seine Zeit und Mühen zusammen mit seiner Frau Gisela in das Verbessern seiner Produktion. Die erste automatische Brötchenanlage wird gekauft, Neue Transporter, Öfen, Räumlichkeiten, Ladeneinrichtungen. 1990 bedient man 11 Fachgeschäfte mit 70 Mitarbeitern, damals vornehmlich Festangestellte Fachkräfte. Die Produktion kommt nicht hinter der Nachfrage her, eine Spezialität aus damaligen Zeiten ist Reinholds guter Apfelkuchen. Gisela Agethen bekommt alle schriftlichen Dinge zu Ihren Händen, sie wird die Verwalterin der Bäckerei.

Die Produktion wird stückweise erweitert, auch das alte Stammhaus an der Bebelstraße wird verändert und beherbergt nun ein Fachgeschäft des Neuen Schlages.

Die erste Filiale in Duisburg wird bereits 1986 eingerichtet, damals an der Duissernstraße. Zahlreiche folgen ihr, die Friedrich-Ebert, die Falkenstein, Mülheimerstraße und viele mehr.

Planung bekommt eine Neue Bedeutung, so setzt man seit 1987 eine neue Informationstechnik ein, die EDV.

Die Goldenen 90iger Jahre der jungen Bäckerei Agethen

Der Bedarf steigt und nun wird die Produktion nochmals vergrößert, innengelagerte Mehlsilos werden eingebaut, eine eigene Ofenhalle. Ein alter Garagenhof wird abgerissen und ein Neues Versandgebäude errichtet.

Die ersten Edeka-Fachgeschfte werden eingerichtet und langjährige Verträge geschlossen.

Die 90iger Jahre tragen die ersten Früchte der harten Umbauarbeit und des vielen Einsatzes.

Stefan Agethen

Stefan Agethen hat etwas mehr Zeit als seine Vorfahren, mit 16 tritt er in die Bäckerlehre des Heinz Welp ein, er lernt fleißig und hat nach zwei Jahren seinen Gesellenbrief bestanden, mit 21 ist er Bäckermeister und Fachkaufmann. Er beginnt 2003 sein Studium an der Universität Duisburg, und tritt als erster Agethen-Bäcker die akademische Laufbahn an, unter 8.000 Studenten, ist er der einzige Handwerker.

Mit 25 hat er alle Stationen der Produktion und des Versandes durchlaufen, ist Sicherheitsbeauftragter und Qualitätsprüfer. Stefan bildet 5 Auszubildende zu Gesellen aus.

Die Zeiten sind informativer und somit auch schneller geworden, die Zahlen wichtiger. Das Unternehmen führt 2006 110 Mitarbeiter und 13 Fachgeschäfte und liefert Arbeit für mehr als 24 Stunden am Tag – für alle Familienmitglieder.

...ist, sie einfach zu gestalten.
(c) by hh-einhorn.de

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Die Bäckerei hat stürmische Zeiten der Jahrtausendwende überstanden, über 7.000 Bäckereien sind in den letzten 10 Jahren aus dem Markt ausgeschieden, heute zählt man etwa 14.000 Bäckerunternehmungen und zahlreiche „Kaltbäcker“ sowie Discounter mit Backbetrieben oder aufgekauften Backbetrieben.

Im Jahr 2009 arbeiten vier Familienmitglieder auf ein Ziel zu – eine gleichbleibende und gute Versorgung und Zufriedenstellung von sehr vielen Kunden in einem Umfeld welches sich laufend verändert, Aufbau von eigenen Marken und Profilierung am Markt durch Neue Ideen. Mit Stolz schauen wir auf unsere Lieferanten und mit Freude gehen wir auf unsere Kunden zu. Auf Augenhöhe.

Dem Bäcker schreiben!