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Behörde gegen Unternehmer! Ein Praxisbeispiel…

Behörde gegen Unternehmer! Ein Praxisbeispiel…

Dieser Beitrag soll den Abbau von Bürokratie beleuchten, am besten kann man das mit einem Praxisbeispiel: Sie! fahren auf der Straße, ein rotes Handschild erscheint, ein freundlicher Polizist winkt Sie in eine allgemeine Verkehrskontrolle. Alles ist wunderbar, sogar der Verbandskasten ist voll! Am Ende der Kontrolle bittet der Wachtmeister Sie noch kurz zum EC-Gerät. Warum? Na, weil Sie kontrolliert wurden und dies natürlich nicht ohne Finanzspritze geht! Ungerecht? Unmöglich? Denken Sie! Das war ein Beispiel. Legen wir es in einen echten Fall. Jeder Produzent oder Händler in der EU wird (angeblich) nach den gleichen Verordnungen routinemäßig oder nach einer Beschwerde kontrolliert – Standard. Allem gemein ist die Grundlage des HACCP (ein System zur Vermeidung von Hygieneproblemen). Der Kontrolle, nennen wir ihn Meyer soll als bald für jeden Besuch eine Kontrollgebühr abhalten, egal ob sauberer Laden oder Ferkelstall. Einfach nur, weil „Gelder fehlen“ und man halt keine weiteren Gelder stellen möchte. ABER (!) mehr Kontrollen fordert, damit es nicht wieder zu Hygieneskandalen kommt. Mehr gleichwertige Kontrollen, da sagt sogar der Bäcker Agethen JA! Aber bei jedem Besuch ein Zahlzwang? Das geht ja nicht. Oder doch? Quelle WAZ 2013 zu einer Aussage unseres NRW Ministers mit dem R und dem Löwenzahn: „Durch die Einführung einer Gebührenpflicht, die Remmel notfalls im Alleingang plant, soll eine wirksamere Kontrolle finanziert werden. “ „Ach, was haben wir Bäcker damals verwundert geschaut. Das kommt doch niemals durch.“ Aber im März 2015 schrieb die RP Online überraschenderweise: „…arbeitet das Ministerium zurzeit an einem Konzept, das noch in dieser Legislaturperiode, also bis 2017, umgesetzt werden soll.“ Rückendeckung kommt von den Gastronomen und deren DEHOGA Verband, die sind natürlich...
Lebensmittelverschwendung – Bäcker werfen zu viel weg

Lebensmittelverschwendung – Bäcker werfen zu viel weg

NRW-Minister Remmel lässt bzgl. der aktuellen Studie aus Münster mitteilen…: Remmel: „Das Projekt kann als wichtiges und zielführendes Beispiel für unsere weitere Vorgehensweise dienen. Mit einer gut abgestimmten Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sind wir auf einem erfolgversprechenden Weg, fundierte Lösungskonzepte zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung zu finden.“ Laut Minister Remmel zeigen die Ergebnisse zudem, dass ein stärkerer Fokus auf Qualität statt auf reine Quantität gelegt werden sollte: „Morgen am Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit. Ein aus meiner Sicht guter Zeitpunkt, um sich die Bedeutung unserer Lebensmittel wieder ins Bewusstsein zu rufen und wertschätzend mit ihnen umzugehen. Langfristig kann nur eine Orientierung weg von der Quantität und damit verbundenen übermäßigen Vielfalt, hin zu mehr Qualität der Produkte eine Steigerung der Wertschätzung von Brot und Backwaren bewirken. Damit lassen sich dann auch Lebensmittelabfälle vermeiden, da das Bewusstsein geschärft und der Wert unserer Lebensmittel gesteigert wird.“ Quelle: www.nrw.de Wir alle freuen uns sehr auf die reichhaltige Umsetzung in unserem Bundesland, denn die Mitteilung enthält ebenfalls noch: „Das Erfolgsrezept des Projekts: Wissenschaft und Praxis arbeiten Hand in Hand. Forscher hinterfragen Ursachen und Entstehungsgründe von Lebensmittelverschwendung, die daraus abgeleiteten Ideen und Handlungskonzepte werden von den Praxispartnern in der Realität getestet und umgesetzt.“ Stefan Agethen meint dazu, ganz unter uns – alle dargestellten Befunde und Erkenntnisse sind so neu und erleuchtend, das ich diese in jedem beliebigen Praxislehrbuch zum Handel finden kann. Gehe ich in die Richtung der Bäckereien kann ich über Systeme mit Ampelfarben reden (rot = zu viel Retoure) oder über Bestellungen, welche vorgelegt und durch das Team vor Ort feingeschliffen werden (Stichwort Mitsprache fehlt lt. Studie) Alles in allem ist das ein Thema...

Lebensmittelallergie – Sind Allergiker hipp?

Der FOCUS titelt mit der Ökothrophologin Marina Oppermann: „Die Zahl der Menschen mit Lebensmittelallergien hat sich in den vergangenen zehn Jahren nach Expertenangaben verdoppelt.“ Hier bei Agethen bemerke ich es als Bäcker aus Oberhausen seit vielen Jahren – die Wahrnehmung einer Allergie und das man selber betroffen sein könnte ist stark gestiegen. Es gibt in meinen Augen jedoch eine große Verwirrung um dieses Thema. Es ist gerade einen Tag her, da habe ich ein Gespräch mit einem Kunden geführt, er könne keine Butter oder Margarine zu sich nehmen – daher woller nun Remoulade auf sein Frühstück. Das sei allergisch bedingt, es sei halt sehr schade. Wenn man sich diese Aussage anschaut, dann sieht man meiner Meinung nach eine Milchzucker oder besser eine Laktose-Intoleranz. Keine Allergie, sondern eine reine Unverdaulichkeit. Soweit ganz okay, aber in der Remoulade findet man dieselben Rohstoffe und somit dasselbe „Krankheitsbild“. Für meinen Standpunkt meine ich viele Fälle erkennen zu können, welche eher auf ein gefährliches Halbwissen zurückzuführen sind, viele Menschen bilden sich ein eine Allergie zu haben. Ist ja auch ganz passend aktuell – Allergiker sind hipp. „Viele Menschen leiden unter einer Intoleranz gegen den Milchzucker Laktose und meinen irrtümlich, es handele sich um eine Nahrungsmittelallergie.“ so schreibt der FOCUS unter Berufung auf Frau Oppermann. Der Stern schreibt im Interview mit Susanne Sontag, Ernährungswissenschaftlerin : „Laktose-Intoleranz ist die weltweit häufigste Verdauungsstörung, weltweit betrachtet ist es fast der Normalzustand, dass man keinen Milchzucker verträgt. In Deutschland sind zehn Millionen Menschen betroffen“ Dabei sind weltweit gesehen, die Asiaten und die Afrikaner sowie die Südamerikaner am betroffensten, über 80% der Bevölkerung hat ein Problem mit einer Intoleranz gegen...
Dem Bäcker schreiben!